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Die Erde ist fortwährend einem Strom hochenergetischer Teilchen aus dem
Kosmos ausgesetzt. Ein Teil davon sind geladene Teilchen, vollständig
ionisierte Atomkerne, die sich mit fast Lichtgeschwindigkeit durch unsere
Galaxie bewegen - die kosmische Strahlung. Beim Auftreffen auf die
Erdatmosphähre wechselwirken diese mit den Atomkernen der Luft. Die in den
Kollisionen freigesetzte Energie wird in eine Vielzahl von Elementarteilchen
umgewandelt und es bildet sich eine Teilchenkaskade aus, die ausgedehnten
Luftschauer. Solche werden mit dem KASCADE Experiment in Karlsruhe untersucht.
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Ein berechneter Luftschauer im Computermodell.
Die Linien symbolisieren die Spuren einzelner Teilchen.
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Mit dem Experiment werden die Eigenschaften der kosmischen Strahlung vermessen.
Ziel ist es unser Wissen über den Ursprung dieser hochenergetischen
Teilchen und damit über die Vorgänge im Kosmos zu erweitern. Man geht
heute davon aus daß die Atomkerne in explodierenden Sternen, den
Supernovaexplosionen beschleunigt werden. Anschließend breiten sie sich
für viele Millionen Jahre durch unsere Galaxis aus bis diese Materie aus
fernen Welten irgendwann zufällig auf die Erde trifft.
Auf der Kunstfassade werden Bilder eines Teildetektors von KASCADE projiziert,
mit dem die hadronische Komponente von Luftschauern vermessen wird. Zu den
bekanntesten Hadronen zählen die Protonen und Neutronen, aus denen die
Atomkerne aufgebaut sind. Durch deren Messung werden einzigartige Einsichten in
die Vorgänge bei der Entwicklung der Teilchenkaskaden in der
Atmosphäre gewonnen.
(Dr. Jörg R. Hörandel)