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Teilchencrash in Batavia

Kollidieren Materieteilchen mit ihren Antiteilchen, den entsprechenden Partnern aus Antimaterie mit umgekehrter Ladung, so vernichten sich beide. Aus der dabei frei werdenden Energie können andere, möglicherweise bisher unbekannte Teilchen entstehen. Die Teilchenphysiker am Fermilab bei Chicago besitzen die derzeit stärkste Maschine zur Kollision von Protonen und Antiprotonen, das Tevatron, bei dem die Protonen und Neutronen mit 0,9999996facher Lichtgeschwindigkeit aufeinander zurasen. Aus den Bestandteilen der Protonen und Antiprotonen, den Quarks, Antiquarks und Gluonen entstehen so jedesmal Hunderte neuer Teilchen, die gleich darauf wieder zerfallen und ihre Spuren und Einträge in hausgroßen Nachweisgeräten, den Teilchendetektoren der Experimente CDF und D0 hinterlassen.

In Millionen von Ereignissen sucht man nach einzelnen Prozessen, in denen zum Beispiel Top Quarks entstanden sind, Elementarteilchen so schwer wie ein ganzes Goldatom. Sie wurden hier 1995 entdeckt, und sollen nun genau vermessen werden. Gleichzeitig sucht man aber auch nach bisher unbekannten Teilchen, für deren Existenz es nur indirekte Anzeichen gibt, und denen die Teilchenphysiker Namen wie Neutralino, Chargino oder Higgs Boson gegeben haben.

In jedem der gerade aufgenommenen Ereignissen könnte sich prinzipiell eine solche Entdeckung verstecken, die Aufschluß über Prozesse gibt, die eine Millionstel Mikrosekunde nach dem Urknall passiert sind, aber unser heutiges Universum entscheidend geprägt haben.(Prof. Michael Kobel)

Das DO-Experiment:

Das CDF-Experiment:

Links:
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